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Werde dir deiner Gedanken bewusst!

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Wir alle haben täglich unzählige Gedanken. Sie tauchen in unserem Kopf einfach auf und manchmal verschwinden sie wieder von ganz alleine. Andere Gedanken gehen aus unserem Kopf einfach nicht mehr raus, sie scheinen uns zu verfolgen. Manche Gedanken sind positiv und andere negativ. Doch was ist eigentlich ein Gedanke und wie entsteht er?

1. Der Verstand ist der Auffangbehälter unserer Gedanken

Erst einmal müssen wir verstehen, dass unsere Gedanken sich in unserem Verstand manifestieren. Unser Verstand ist wie ein Auffangbehälter für unsere Gedanken. Er versucht eine Logik herzustellen, indem er auf Erinnerungen oder gespeicherte Gefühle zurückgreift. Unser Verstand versucht uns einzureden, dass wir über die Vergangenheit noch weiter grübeln sollen oder er lässt uns über die Zukunft denken. Das kann dazu führen, dass wir uns zu sehr auf die Vergangenheit fixieren oder uns Sorgen, Angst und Stress über die Zukunft machen. So vergessen wir leider allzu oft einfach im Hier und Jetzt zu leben.

2. Falsche Erinnerungen und Gefühle führen zu falschen Gedanken

Unser Verstand bringt manchmal die Gedanken durcheinander und oft greift er auf falsch abgespeicherte Erinnerungen oder Gefühle zurück. Wenn wir an zu viele Dinge denken und wir nicht mal mehr wissen an was wir denken und warum wir daran denken, dann ist unser Verstand auf Autopilot gestellt. Wir leben dann nicht im Hier und Jetzt, sind uns nicht bewusst über unsere Gedanken und der Verstand denkt an was er will. 

3. Gedanken formen unser Leben

Doch das Interessante ist, dass jede Situation in der wir uns befinden, durch unsere Gedanken bestimmt wird. Wenn zwei Schüler in einer Vorlesung sitzen und der Eine gespannt dem Professor zuhört, der andere aber gerade an das Essen heute Mittag denkt, dann sind die beiden von Außen gesehen in der gleichen Situation. Im Inneren, mit ihren Gedanken, sind die beiden aber in einer komplett anderen Situation. 

Unser Leben wird also nicht nur dadurch bestimmt, wo wir uns physisch befinden, sondern vor allem wo wir uns gedanklich befinden. 

Und wenn wir das verstanden haben, dass unser Leben eigentlich nur das Produkt von unseren Gedanken ist, dann können wir anfangen, unsere Gedanken bewusst wahrzunehmen und wir sollten unserem Verstand nicht die Kontrolle überlassen.

4. Gedanken entstehen aus dem reinen Bewusstsein

Ein Gedanke entsteht aus dem reinen Bewusstsein. Das Bewusstsein, das Selbst, ist die Quelle aller Gedanken. Das reine Bewusstsein ist für unseren Verstand nicht zu erfassen, es ist als ob Alles aus dem Nichts entstehen würde. Ein Meditierender kann erkennen, wie seine Gedanken aus dem Bewusstsein aufsteigen und wie der Verstand sie auffängt. Jeder Gedanke entsteht als eine kleine Blase aus unserem Bewusstsein. Diese Blase wird immer größer, bis sie in unserem Verstand ankommt. Wir alle sind fähig, unsere Gedanken zu beobachten und zu erkennen. Wir können uns bewusst werden über unsere Gedanken. Wenn wir beginnen unsere Gedanken zu beobachten, wird sich unser Verstand augenblicklich beruhigen und wir werden erkennen, dass wir die Freiheit haben zu denken was wir gerade denken möchten oder auch gerade einfach an nichts zu denken. Wir lassen uns nicht mehr kontrollieren von unserem Verstand und wir können erkennen, dass all die negativen Gedanken die manchmal in uns auftauchen nur in unserem Verstand existieren

Die erste wichtige Erkenntnis ist also, dass unser Verstand etwas anderes ist als unser Bewusstsein (das Selbst). Die zweite Erkenntnis ist, dass unsere Gedanken falsch sein können, da sie von falschen Erinnerungen oder Gefühlen geprägt sind. Die dritte Erkenntnis ist, dass wir uns bewusst werden können was wir denken, wir können zu dem Beobachter unserer Gedanken werden. 

5. Werde dir deiner Gedanken bewusst

Wenn wir geübte Beobachter unserer Gedanken werden, dann wird unser Verstand immer weniger auf Autopilot gestellt sein. Wir gewinnen die Kontrolle über unsere Gedanken, wir können erkennen, in welchen Situationen wir negativ oder positiv denken. Und dann können wir die negativen Gedanken weniger werden lassen, wir können uns entscheiden, an was wir denken möchten. 

6. Eine einfache Übung um deine Gedanken zu beruhigen und dein Bewusstsein zu erkennen:

  1. Setz dich bequem hin und schließe deine Augen.
  2. Denke für 20-30 Sekunden an was du möchtest
  3. Nimm deine Gedanken bewusst war. Du weisst jetzt, an was du denkst.
  4. Stell dir nun gedanklich die Frage: “Woher kommt der nächste Gedanke?”
  5. Beobachte die Gedankenstille, du bist jetzt  bei deinem reinen Bewusstsein.

Ein Gedanke zu „Werde dir deiner Gedanken bewusst!

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