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Abhängige Partnerschaft vs. erleuchtete Partnerschaft

Viele von uns wünschen sich einen Partner fürs Leben. Wir denken, wir wären doch viel glücklicher, wenn er endlich da ist. Doch es ist nicht leicht den perfekten Partner zu finden und da stellt sich die Frage, ob wir nicht auch alleine zur Vollkommenheit kommen können. Brauchen wir wirklich einen Partner um glücklich zu sein?

Die einfache Antwort lautet Nein. Wir brauchen keinen Partner um glücklich zu sein, ja es wäre sogar fatal genau das zu glauben. Denn wenn wir unseren Partner mit unserem Glück verbinden, können wir gar keine erfüllende Partnerschaft erleben. Wir landen in einer abhängigen Partnerschaft, die womöglich nicht lange Bestand hat.

Erst wenn ich selbst fähig bin, mein Selbst zu erkennen hinter all den Rollen und Mustern kann ich überhaupt erst glücklich werden. Denn dann lasse ich mich nicht mehr von meinem Ego führen sondern handele aus meinem Selbst heraus und kann zur Vollkommenheit gelangen.

Dann bin ich eigentlich soweit, dass ich gar keinen Partner mehr brauche für mein Leben, ich weiss, dass ich glücklich sein kann, so wie ich bin. Doch trotzdem kann uns eine Partner helfen zur Vollkommenheit zu kommen, auch wenn wir ihn nicht unbedingt dazu brauchen. Das kann er aber nur, wenn wir ein idealer Partner sind und den idealen Partner angezogen haben.

Nach dem Gesetz der Resonanz kann ich nur einen idealen Partner finden, wenn ich selbst zum idealen Partner geworden bin.

Ich bin ein idealer Partner, wenn ich die Verantwortung für mein Leben und mein Glück übernommen habe. Ich habe begonnen, mich selbst anzunehmen wie ich bin, habe gelernt, mich lieben zu lernen. Meine Erwartungen an einen Partner ist nicht mehr, dass er mein Retter ist und ich weiß, dass die Illusion des Getrenntseins nicht durch ihn überwunden wird. Nun bin ich aus der Abhängigkeit befreit.

Außerdem bin ich mir bewusst, dass wahre Liebe erst durch Vertrauen und Freiheit möglich wird. Das Liebe nur empfunden werden kann, wenn ich Liebe geben. Zu erst kommt das Geben, dann das Nehmen.

Eine abhängige Partnerschaft

Eine abhängige Partnerschaft ist dann gegeben, wenn wir unser Glück von unserem Partner abhängig machen. Wir handeln aus dem Ego heraus und erkennen nicht unser wahres Selbst. Wir können nicht mehr ohne unseren Partner leben, unser Ego braucht ihn und wir fühlen uns verloren, wenn er nicht da ist. Wir sind nicht mit unserem Partner zusammen weil wir wollen, sondern weil wir es müssen. Solch eine Partnerschaft ist weder erfüllend noch kann sie uns zur Vollkommenheit bringen. Sie besteht aus Begrenzung und Mangeldenken und hindert uns an unserer Selbstentwicklung.

Eine erleuchtete Partnerschaft

In einer erleuchteten Partnerschaft können wir unserem Partner Freiheit geben und er uns auch. Wir erkennen, die Gemeinsamkeiten hinter dem Ego unseres Partner. Wir sind selbst vollkommen und brauchen den Partner nicht um glücklich zu sein. Wir sind mit ihm zusammen nicht weil wir es müssen, sondern weil wir es wollen. In einer erleuchteten Beziehung soll unser Partner uns mit dem Mangel konfrontieren. Er wird uns helfen, unsere Stärken zu maximieren und uns unsere Schwächen aufzeigen. Somit unterstützen wir uns beide, dem wahren Selbst ein stück näher zu kommen und bleiben nicht länger auf der Ebene der Rollen und Erwartungen.

Wie der Schmerzkörper unsere Partnerschaft beeinflusst

Jeder von uns trägt einen Schmerz mit sich, den Schmerz des Getrenntseins. Wir wünschen uns, eins zu werden und die Getrenntheit zu überwinden. Wenn wir einen Menschen kennenlernen und uns verlieben, fühlen wir uns plötzlich eins, der Schmerz scheint überwunden zu sein, wir genießen unsere rosarote Welt. Doch dann kommt der Punkt, an dem die Verliebtheit aufhört und der Schmerz, der natürlich schon immer da war, wieder zum Vorschein kommt. An diesem Punkt verstehen wir allerdings oft nicht, dass der Schmerz eigentlich schon immer da war. Wir fragen uns, wo der Schmerz herkommt und dann kommt das Paradoxe.

Wir projizieren den Schmerz auf unseren Partner und denken sogar, dass er daran Schuld ist. Die Einheit ist verschwunden, wir verstehen die Welt nicht mehr. Doch wenn wir beginnen, den Schmerz auf unseren Partner zu projizieren, entstehen ständig Auseinandersetzungen und Unverständnis. Es ist möglich, dass eine Liebes-Hass-Beziehung, die einer Achterbahnfahrt gleicht. Nach jedem Streit folgt wieder das zurück zur Liebe bis der nächste Streit kommt.

All das kann erst überwunden werden, wenn wir verstehen, dass der Schmerz eigentlich schon immer da war. Wir müssen verstehen, den Menschen hinter dem Ego zu sehen, denn der Mensch ist ja nicht der Schmerz. Erst dann können wir eine Liebe-Hass-Beziehung wieder wandeln, wenn wir den Mut dazu haben, die Illusion des Egos zu überwinden.

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